Guerilla Growing wird oft schlicht als Synonym für Outdoor Growing verwendet, manchmal hört man auch Guerilla Farming oder Guerilla Gardening, Begriffe, die im englischen üblich sind.
Guerilla Growing betont die heimliche, verruchte Dimension des Outdoor Growings, bei Nacht und Nebel Blümchen auf der Verkehrsinsel säen, Betonwüsten begrünen oder absurde Kunstinstallationen aus Pflanzen schaffen.
Für manche Grower steht aber tatsächlich nicht der bloße Sport oder die Kunst im Mittelpunkt, sondern die Aussicht auf Ernte. Dabei spielt oft schlicht und ergreifend der Mangel an Platz zuhause eine Rolle - Nicht jeder hat einen Garten oder einen geeigneten Balkon und greift deshalb auf öffentlichen Raum zurück. In der Regel darf dieser nicht einfach benutzt werden, besonders nicht, wenn es sich um unerwünschte oder schädliche Pflanzen handelt und so steht der unerwünschte oder erwünschte Nervenkitzel für die Guerilla Grower oft auf der Tagesordnung: Wie entwickeln sich die Pflanzen? Wurden sie entdeckt oder entfernt? Haben die Rehe die Knospen abgeknabbert? und viele weitere Unsicherheiten.
Grundsätzlich beschreibt Guerilla Growing das Anbauen außerhalb des eigenen Grundstücks. Im städtischen Bereich ist es oft erwünscht sichtbar und soll als künstlerische oder politische Aussage wahrgenommen werden. Wenn Entdeckung nicht erwünscht ist, findet das Outdoor Growing oft in Wäldern abseits der Wanderwege statt oder in Feldern mit anderen Pflanzen, die die eigenen verdecken. Oft passiert dies in Maisfeldern, da der Mais hoch wächst und recht lange auch hoch auf den Feldern steht bis er geerntet wird. Da dies Privatgrund ist, ist es selbstverständlich nicht egal - Man kann aber mal mit den Bauern reden, die sich vielleicht über etwas Variation freuen.
