Guerilla Growing als (politische) Urban Art

Es gibt verschiedene Beweggründe, Pflanzen im öffentlichen Raum zu platzieren, auszusäen oder anzubauen, neben dem naheliegenden Grund, auf eine Ernte zu hoffen, aber keinen eigenen Garten oder Balkon für den Anbau zu haben oder dem Wunsch nach grünen Oasen im Großstadtdschungel gibt es auch Urban Growing mit künstlerischem und/oder politischem Anspruch. Der Klassiker für eine politische Aussage, in diesem Fall der Ruf nach Legalisierung ("Keine Pflanze ist illegal") ist der Anbau oder die Aussaat von Marihuanasamen oder Hanfpflanzen mit und ohne nennenswertem THC-Gehalt. Dies soll als politische Aktion verstanden werden, die einer kriminalisierten Pflanzengattung Freiheit verschaffen soll.

Neben so konkreter Aktion gibt es auch noch andere Formen künstlerischen Ausdrucks durch Pflanzen im Öffentlichen Raum, die aber fast nie ohne politische Dimension sind - Dies ist für diese Kunstform schon allein deswegen typisch, weil es fast immer zumindest auch darum geht, Freiräume für Menschen oder Natur im durchgehend von Eigentumsansprüchen bestimmten städtischen Raum, zu schaffen.